Bild 6: Beziehungen zwischen den Basisgrößen der Kosmologie
Sowohl die Newtonsche Mechanik als
auch die Spezielle Relativitätstheorie (SRT) benutzen zur Definition
des Zeitbegriffs Inertialsysteme, die sich mit konstanter Geschwindigkeit
zueinander bewegen. [20], S. 36:
„Jede inertiale Bewegung kann
somit als Uhr für die absolute, Newtonsche Zeit angesehen werden.“
Definitionsgemäß wirken
auf die in Inertialsystemen mitschwimmenden Körper keinerlei Kräfte
ein. Da jedoch überall im Universum Gravitationsfelder wirksam sind,
muss man konstatieren, dass reine Inertialsysteme in der beobachtbaren
Wirklichkeit nicht vorkommen. Jedes System mit endlicher Masse (Energie)
steht in gravitativer Wechselwirkung mit der Gesamtmasse (-energie) des
Universums und ist deshalb in die gebremst ablaufende kosmische Expansion
unentrinnbar eingebunden. Reale „Inertialsysteme“, die frei im gravitativen
Raum schwimmen, bewegen sich somit nicht mit der Geschwindigkeit v = konstant
zueinander, sonder mit v = v(t, r). Heute (t1
» 1010
Jahre) ist die zeitliche Veränderung von v verschwindend klein. Inertialsysteme,
die z. B. eine Entfernung r haben, die der zwischen Erde und Mond entspricht,
verringern ihre Relativgeschwindigkeit lediglich um »
10 -20 m/s pro Jahr!
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