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Für die meisten physikalischen
Theorien, die uns heute beschäftigen, sind derartige Effekte also
völlig belanglos. Sie sind aber von entscheidender Bedeutung, wenn
man die Entwicklung des Universums seit dem Urknall betrachtet und sie
sind letztlich der Schlüssel, der die Tür zu einem Zeitbegriff
öffnet, der, im Gegensatz zur Newtonschen Zeit, eine Entsprechung
in der physikalischen Realität findet. Hält man am Prinzip von
der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und an der universellen Gültigkeit
der ART (GM/Rc2 = ½) fest, so muss
notwendigerweise - ähnlich wie in der SRT - eine weitere Korrektur
am Newtonschen Zeitbegriff vorgenommen werden. Konkret: Es existiert eine
kosmische (absolute?) Zeit, deren Takt Dt
unmittelbar an die Lichtgeschwindigkeit c gekoppelt ist und zwar so, dass
diese immer als konstante Größe gemessen wird
(cDt
= konstant). Die zur Zeitmessung verwendeten Uhren müssten also einen
mit dem Alter des Universums veränderlichen Zeittakt haben:
Dt ~
t 1/3
(13)
Danach wären alle Ereignisse
(bezogen auf Jetztzeit) in der Vergangenheit schneller abgelaufen und würden
künftig langsamer ablaufen als heute. Durch die „Jetztzeit-Brille“
betrachtet müsste sich das Universum kurz nach seiner Entstehung in
einem uns atemberaubend erscheinenden Tempo verändert haben. Hätten
damals schon Wesen mit Bewusstsein existiert, wäre ihre „Erlebnisdichte“
- gemessen am heutigen Zeitmaßstab - unvorstellbar hoch gewesen.
In Bruchteilen von „Heute-Sekunden“ hätten sie möglicherweise
weit mehr „erlebt“ als wir in Jahrzehnten. Aus dieser Perspektive betrachtet
bekommt der Urknall eine völlig andere Bedeutung. Als „Knall“ erscheint
er uns nur, wenn wir durch die „Jetztzeit-Brille“ zurückschauen. Projiziert
auf die kosmische (wirkliche) Zeitskala löst er sich auf in ein „ewiges
Werden“ und weicht zurück in unendlich ferne Vergangenheit.
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