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Außerdem stand dem Universum in
seiner Frühphase viel mehr „individuelle“ Zeit zur Verfügung,
um aus kleinsten Inhomogenitäten lokale Verdichtungen zu erzeugen,
als nach der klassischen Urknalltheorie. Die „Ereignisdichte“ im frühen
Universum war um ein Vielfaches höher als heute (zur Zeit der Entkoppelung
der Strahlung von der Materie um den Faktor 40(!). Vor allem das „dramatische
Anwachsen und Wiedervergehen der Quasarpopulationen“ [21], S. 100, könnte
damit eine einfache Erklärung finden, weil damals die Zeitdehnung
besonders groß war.
Die vom inflationären Modell
vorgeschlagene Lösung für das Flachheitsproblem ist m.E.
zu unwahrscheinlich, um wissenschaftlichen Kriterien zu genügen. Selbst
wenn die Inflation ein exakt flaches Universum erzeugt haben sollte, so
wäre dieses hochgradig instabil, d.h. es würde seit 15 Mrd. Jahren
auf des Messers Schneide balancieren, die entscheidet, ob es wieder in
sich zusammenstürzt oder eine galoppierende Expansion erlebt, in der
sich weder Materie-Konzentrationen, geschweige denn Lebewesen, die über
den Kosmos nachdenken, entwickelt haben könnten.
In beruhigendem Gegensatz
dazu bietet die KZH eine logisch und ästhetisch viel befriedigendere
Erklärung für das Flachheitsproblem an. Die kontinuierliche Materieerzeugung
(M ~ t 2/3) bewirkt, dass kleine Abweichungen
von einem flachen Universum mit der Zeit nicht anwachsen, wie bei der inflationsgestützten
Urknalltheorie (M = konst.), sondern es findet genau das Gegenteil statt.
Jede Abweichung von der Flachheit wird durch ein der Evolution des Universums
innewohnendes Prinzip
mit fortschreitender Zeit
wieder „eingeebnet“:
Übrigens belegen auch die von
dem Forschungs-Satelliten COBE entdeckten Kräuselungen der kosmischen
Hintergrundstrahlung, die keinerlei Verzerrungen in eine bestimmte Richtung
aufweisen, dass das Universum flach sein muss
[7], S. 181.
Letztlich erklärt die
KZH auch das Problem des Weltalters. Da alle Ereignisse - auch die Sternentstehungsprozesse
- nach der Kosmischen Zeit ablaufen, müssten sich gerade sehr alte
Sterne in ihrer Jugend viel schneller (auf Jetztzeit bezogen) entwickelt
haben, als es den Sternentstehungstheorien entspricht. Somit wäre
ihr auf Jetztzeit bezogenes Alter deutlich geringer als es die Beobachtungsdaten
nahelegen und die Unverträglichkeit mit dem Weltalter würde verschwinden.
Anmerkung: Nachdem die KZH für
die Probleme der Urknalltheorie viel plausiblere und natürlichere
Lösungen anbietet als das inflationäre Modell, sind schon aus
rein ästhetischer Sicht Zweifel an der Legitimation der Inflationstheorie
angebracht.
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