Einstein eliminierte einst
den Raumäther, um die SRT widerspruchsfrei formulieren
zu können. Seine radikale Forderung war, dass Lichtwellen zur Fortpflanzung
kein Medium (Äther) benötigen, sondern sich (auch) im absolut
leeren Raum ausbreiten können. Diese Sicht ist heute nicht mehr haltbar,
weil uns die Quantenfeldtheorie lehrt, dass auch das Vakuum Energie enthält
[22], S. 319:
„Dies hängt damit zusammen,
dass die sogenannten Nullpunktfluktuationen eines Quantenfeldes niemals
unterbunden werden können. ..... Ein solches Fluktuationsfeld hat
außerdem die interessante Eigenschaft, dass es Lorentz-invariant
ist, also sein Spektralcharakter sich von allen Inertialsystemen aus gleich
ansieht. ..... Einsteins speziell-relativistisches Äquivalenzprinzip
scheint demnach einem solchen Vakuum gegenüber erfüllt zu sein.“
Es gibt ihn also doch, den
allgegenwärtigen Äther, von dem H. Hertz einst sagte: [23], S.
183: „ ... nehmt aus der Welt den lichttragenden Äther, und die
elektrischen und magnetischen Kräfte können nicht mehr den Raum
überschreiten.“ Einstein hat ihn später gelegentlich „Äther
der ART“ genannt [24] S. 89.
Die kosmologische Konstante als
Kenngröße für die Vakuumenergiedichte
„Seit der Erkenntnis, dass die Energie
virtueller Teilchen (d.h. von ständig erzeugten und vernichteten
Teilchen- Antiteilchenpaaren) einen Beitrag zur Energie des Grundzustandes
eines Quantenfeldes liefert, kann die kosmologische Konstante mit dieser
sogenannten Vakuumenergie in Verbindung gebracht werden.“ Man setzt [10],
S. 128:
(16)
(L
= Kosmologische Konstante, ev
= rvc2
= Energiedichte des Vakuums)
Durch Umformen von Gl. (6) erhält
man
(17)
Somit ergibt sich mit (16)
und (17) für die kosmologische Konstante:
(18)
(e
= rc2
= Mittlere Gesamtenergiedichte für ein flaches Universum)
Höchst befremdlich ist
nun, dass zwischen der aus der Quantenfeldtheorie ableitbaren und der aufgrund
von Beobachtungen zulässigen Vakuumenergiedichte die riesige Diskrepanz
von 120 Größenordnungen (= 10120)
klafft, die von manchen Wissenschaftlern als ein grundlegendes physikalisches
Problem angesehen wird.
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