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Wie man sieht (Bild 12), ergibt sich tatsächlich eine zeitliche Vergrößerung der Planetenbahnen proportional zur Expansion des Universums, nämlich:
 r ~ R ~ t 2/3              (23)

Die heute winzige Veränderung aller zeitabhängigen kosmischen Größen sowie der nicht berechenbare Einfluss von Massen, welche sich in der Regel in der Nähe eines 2-Massen-Systems befinden und die nicht genau bekannten Gezeitenkräfte machen es derzeit völlig aussichtslos, die hypothetisch geforderte zeitliche Zunahme der Bahnradien solcher Systeme experimentell
      bestimmen zu können. Im Idealfall ( reines 2-Massen-System) würden sich z.B. der Bahnradius Erde-Mond nur um
1,7 cm, der Abstand der Sonne - Erde um ca. 7 m pro Jahr vergrößern! Die Gesetze, die in einem 2-Massen-System wirksam sind, gelten selbstverständlich auch für Gebilde mit kontinuierlicher Masse, d.h. im Inneren von Sternen und Planeten.

4.6     Die Theorie der Erdexpansion

Der KZH (G ~ t -2/3) zufolge, müsste der Gravitationsdruck im Erdkörper stetig abnehmen.
Die Konsequenz daraus wäre, dass sich die Erde im Laufe der Zeit langsam vergrößert.
 Gestützt auf die Diracsche Hypothese entwickelte Pascual Jordan schon vor Jahrzehnten die Theorie von der Erdexpansion [30]. Sie geht von der Vorstellung aus, dass die glutflüssige Urerde wegen der damals größeren Schwerkraft deutlich kleiner war als heute. Als ihre Oberfläche erstarrte, soll ihre Gesamtfläche etwa den derzeit existierenden Landflächen einschließlich der Schelfe und Flachmeere entsprochen haben (Bild 13). Die Theorie der Erdexpansion erklärt auf elegante Weise mehrere geologische Phänomene:
- Die auffällige Zweiteilung der Höhenniveaus der Erdoberfläche (Bild 14),
- Das globale Netz von Erdspalten, die als Zerreißspalten infolge der Erdausdehnung gedeutet werden (Bild 15)
- Die genaue Passung der Küstenlinien (Schelfe) von Afrika und Südamerika,
- Die Entstehung von Vulkanismus, Erdbeben und Gebirgsfaltung infolge Verringerung der Krümmung der Erdkruste (Bild 13).
Logischerweise muss die Expansion der Erde deutlich größer gewesen sein als die aufgrund einer abnehmenden Graviationskonstante berechenbare, rein elastische Ausdehnung. Chemische Umwandlungen und Phasenänderungen der Gesteine im Erdinneren infolge des abnehmenden Graviationsdruckes haben eine zusätzliche Volumenzunahme bewirkt.
 
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