Die heute winzige Veränderung
aller zeitabhängigen kosmischen Größen sowie der nicht
berechenbare Einfluss von Massen, welche sich in der Regel in der Nähe
eines 2-Massen-Systems befinden und die nicht genau bekannten Gezeitenkräfte
machen es derzeit völlig aussichtslos, die hypothetisch geforderte
zeitliche Zunahme der Bahnradien solcher Systeme experimentell
bestimmen
zu können. Im Idealfall ( reines 2-Massen-System) würden sich
z.B. der Bahnradius Erde-Mond nur um
1,7 cm, der Abstand der Sonne -
Erde um ca. 7 m pro Jahr vergrößern! Die Gesetze, die in einem
2-Massen-System wirksam sind, gelten selbstverständlich auch für
Gebilde mit kontinuierlicher Masse, d.h. im Inneren von Sternen und Planeten.
4.6 Die Theorie der Erdexpansion
Der KZH (G ~ t
-2/3) zufolge, müsste der Gravitationsdruck im Erdkörper
stetig abnehmen.
Die Konsequenz daraus wäre,
dass sich die Erde im Laufe der Zeit langsam vergrößert.
Gestützt auf die Diracsche
Hypothese entwickelte Pascual Jordan schon vor Jahrzehnten die Theorie
von der Erdexpansion [30]. Sie geht von der Vorstellung aus, dass die glutflüssige
Urerde wegen der damals größeren Schwerkraft deutlich kleiner
war als heute. Als ihre Oberfläche erstarrte, soll ihre Gesamtfläche
etwa den derzeit existierenden Landflächen einschließlich der
Schelfe und Flachmeere entsprochen haben (Bild 13). Die Theorie der Erdexpansion
erklärt auf elegante Weise mehrere geologische Phänomene:
- Die auffällige Zweiteilung
der Höhenniveaus der Erdoberfläche (Bild 14),
- Das globale Netz von Erdspalten,
die als Zerreißspalten infolge der Erdausdehnung gedeutet werden
(Bild 15)
- Die genaue Passung der Küstenlinien
(Schelfe) von Afrika und Südamerika,
- Die Entstehung von Vulkanismus,
Erdbeben und Gebirgsfaltung infolge Verringerung der Krümmung der
Erdkruste (Bild 13).
Logischerweise muss die Expansion
der Erde deutlich größer gewesen sein als die aufgrund einer
abnehmenden Graviationskonstante berechenbare, rein elastische Ausdehnung.
Chemische Umwandlungen und Phasenänderungen der Gesteine im Erdinneren
infolge des abnehmenden Graviationsdruckes haben eine zusätzliche
Volumenzunahme bewirkt.
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