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 Nur so lassen sich alle geologischen Phänomene, die wir beobachten, einigermaßen zufriedenstellend erklären. Erstaunlich ist, dass schon lange vor Dirac und Jordan erkannt wurde, dass die Erdexpansion wahrscheinlich die Ursache für die heutige großräumige Verteilung der Kontinente auf unserem Planeten ist. O.C. Hilgenberg hat bereits 1933 in seiner Schrift: „Vom wachsenden Erdball“ [34] eindrucksvoll dargelegt, wie gut die Festlandschelfe sich zu einem lückenlosen Puzzle auf einer Kugel zusammenfügen lassen, die etwa den halben Durchmesser hat wie die heutige Erde. Die von ihm angeführten Gründe dafür sind zwar heute nicht mehr haltbar, seine Vorstellung von der expandierenden Erde hat jedoch nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Möglicherweise könnte die Theorie der Erdexpansion durch die KZH eine Renaissance erfahren!

5. Weltmodelle im Vergleich

 Eigentlich hatte die Urknalltheorie bisher nur einen ernst zu nehmenden Rivalen: Die von Th. Gold, H. Bondi und F. Hoyle entwickelte „Steady-State-Theorie“ [13], S. 329 ff. Sie basiert auf dem „vollkommenen kosmologischen Prinzip“, welches nicht nur räumliche, sondern auch zeitliche Isotropie aufweist, ähnlich wie ein strömender Fluss, der immer denselben Anblick bietet. Im Steady-State-Universum geschieht die Schöpfung nach ewig bestehenden Gesetzen und zu allen Zeiten: Es hat keinen zeitlichen Anfang wie die Urknalltheorie, an jedem Punkt des Raumes wird fortwährend Materie erzeugt und seine Expansionsgeschwindigkeit erscheint dem Betrachter immer gleich groß [17], S. 331.  Auch heute noch strahlt das Steady-State-Universum eine bewundernswerte Harmonie und Vollkommenheit aus [17], S. 333: „Die Vertreter der Steady-State-Theorie haben uns ein wichtiges Vermächtnis hinterlassen, das zu einigen der tiefsten Probleme führt, die moderne Kosmologen erwägen; diese Probleme wiederum sind außerordentlich wichtig für das, was wir von Naturgesetzen erwarten, die das Weltall betreffen.“ Als man 1965 die kosmische Hintergrundstrahlung entdeckte, musste die Steady-State-Theorie - jedenfalls aus damaliger Sicht - aufgegeben werden. Im Jahre 1967 schrieb D. Sciama
[13], S. 501: „Ich muss hinzufügen, dass für mich der Verlust der Steady-State-Theorie Anlass zu großer Trauer war. Die Steady-State-Theorie hatte einen Schwung und eine Schönheit, die der Architekt des Universums aus einem unerklärlichen Grund übersehen zu haben scheint. Das Universum ist tatsächlich ein Flickwerk, aber ich glaube, wir müssen das Beste daraus machen.“
 
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