Wie man erkennt, decken sich diese
Aussagen weitgehend mit denen der Steady-State-Theorie, wenn man das Universum
im kosmischen Zeitmaßstab sieht.
Die KZH stützt aber auch in
beeindruckender Weise die Urknalltheorie, wenn man den Jetztzeit-Maßstab
anlegt. Vom Jetztzeit-Standpunkt aus betrachtet besteht zwischen dem Urknall-Modell
und der KZH eine Vollkommenheit in der Übereinstimmung, wie sie bisher
mit den gängigen physikalischen Theorien nicht annähernd erreicht
werden konnte. Die KZH löst nicht nur auf elegante und überzeugende
Art alle Probleme der Urknalltheorie (siehe Abschnitt 4.1), sondern befreit
sie auch von unnötigem Ballast (das inflationäre Modell wird
überflüssig).
6. Stützung der KZH durch die Beobachtung
Das von uns beobachtete Universum
dürfte es eigentlich theoretisch gar nicht geben! Zumindest wäre
seine Existenz extrem unwahrscheinlich, falls sie auf den derzeit anerkannten
Theorien der Physik beruhen würde. Danach müsste jede kleinste
Abweichung von der exakten Flachheit linear mit der Zeit anwachsen. Hätte
z.B. 1 Sekunde nach dem Urknall diese Abweichung nur die Winzigkeit von
10 -17 betragen, müsste das Universum
– wie bereits erwähnt - entweder längst wieder kollabiert, d.h.
in sich zusammengestürzt sein oder sich als homogenes Kontinuum, in
dem es weder Sterne, noch Galaxien, noch Lebewesen gibt, die es beobachten,
in den Weiten des Alls verloren haben. Nur wenn durch eine inflationäre
Phase im frühen Universum die Flachheit auf die unvorstellbar hohe
Genauigkeit von <10 -50 eingestellt
worden wäre und sich dieser hochgradig labile Gleichgewichtszustand
über mehr als 10 Mrd. Jahre erhalten hätte, wäre die Entstehung
des beobachtbaren Universums auf der Grundlage der heute gültigen
Physik möglich gewesen. In Abschnitt 4.1. wurde bereits dargelegt,
dass die KZH die Flachheit des Universums als stabilen Zustand fordert.
Die Tatsache, dass der Kosmos sich bis heute so entwickelt hat wie wir
ihn beobachten, nämlich als großräumig euklidisch (flach),
wäre somit eine überzeugende Stütze für die Richtigkeit
der KZH.
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