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Um der Steady-State-Theorie den ihr gebührenden Rang in der Kosmologie zurückzugeben, wird versucht, auf der Grundlage der KZH eine Symbiose zwischen der Urknalltheorie und der Steady-State-Theorie herzustellen. Deshalb in Kurzfassung noch einmal die dafür wichtigsten Aussagen der KZH:
- Das Universum hat keinen zeitlichen Anfang. Den Urknall in einer endlichen Vergangenheit sehen wir nur, wenn wir durch die Brille der „Jetztzeit“ zurückschauen.
- Die Lichtgeschwindigkeit und damit auch die Expansionsgeschwindigkeit des Universums messen wir zu jedem Zeitpunkt und von jedem Bezugssystem aus als konstante Größe. Bezogen auf den Jetztzeitmaßstab t gilt jedoch c ~ t -1/3.
- Im Universum wird an jedem Ort und zu jeder Zeit kontinuierlich Materie erzeugt.

Wie man erkennt, decken sich diese Aussagen weitgehend mit denen der Steady-State-Theorie, wenn man das Universum im kosmischen Zeitmaßstab sieht.
Die KZH stützt aber auch in beeindruckender Weise die Urknalltheorie, wenn man den Jetztzeit-Maßstab anlegt. Vom Jetztzeit-Standpunkt aus betrachtet besteht zwischen dem Urknall-Modell und der KZH eine Vollkommenheit in der Übereinstimmung, wie sie bisher mit den gängigen physikalischen Theorien nicht annähernd erreicht werden konnte. Die KZH löst nicht nur auf elegante und überzeugende Art alle Probleme der Urknalltheorie (siehe Abschnitt 4.1), sondern befreit sie auch von unnötigem Ballast (das inflationäre Modell wird überflüssig).

6. Stützung der KZH durch die Beobachtung

6.1  Das flache Universum

 Das von uns beobachtete Universum dürfte es eigentlich theoretisch gar nicht geben! Zumindest wäre seine Existenz extrem unwahrscheinlich, falls sie auf den derzeit anerkannten Theorien der Physik beruhen würde. Danach müsste  jede kleinste Abweichung von der exakten Flachheit linear mit der Zeit anwachsen. Hätte z.B. 1 Sekunde nach dem Urknall diese Abweichung nur die Winzigkeit von 10 -17 betragen, müsste das Universum – wie bereits erwähnt - entweder längst wieder kollabiert, d.h. in sich zusammengestürzt sein oder sich als homogenes Kontinuum, in dem es weder Sterne, noch Galaxien, noch Lebewesen gibt, die es beobachten, in den Weiten des Alls verloren haben. Nur wenn durch eine inflationäre Phase im frühen Universum die Flachheit auf die unvorstellbar hohe Genauigkeit von <10 -50 eingestellt worden wäre und sich dieser hochgradig labile Gleichgewichtszustand über mehr als 10 Mrd. Jahre erhalten hätte, wäre die Entstehung des beobachtbaren Universums auf der Grundlage der heute gültigen Physik möglich gewesen. In Abschnitt 4.1. wurde bereits dargelegt, dass die KZH die Flachheit des Universums als stabilen Zustand fordert. Die Tatsache, dass der Kosmos sich bis heute so entwickelt hat wie wir ihn beobachten, nämlich als großräumig euklidisch (flach), wäre somit eine überzeugende Stütze für die Richtigkeit der KZH.
 
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