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Man deutet diese sogenannten LSB-Galaxien,
die dadurch auffallen, daß sie sehr viel Gas und nur wenig schwere
Elemente enthalten, als die am wenigsten entwickelten Objekte im Universum,
die sich im Laufe der Jahrmilliarden nach dem Urknall kaum verändert
haben [36], S. 67. Diese Interpretation ist schon deshalb äußerst
unbefriedigend, weil sie völlig andere Sternentstehungs- und Materieverdichtungsprozesse
voraussetzt als sie sonst im Universum beobachtet werden. Viel plausibler
wäre die mit der KZH übereinstimmende Erklärung, dass diese
düsteren Gebilde im Kosmos gerade im Begriff sind neu zu entstehen,
d.h. entsprechend der Beziehung M ~ t 2/3
Materie zu bilden, die erst in Jahrmilliarden die Leuchtkraft normaler
Galaxien erreichen wird.
Übrigens könnte
die kontinuierliche Neubildung von Materie in allen Regionen des Weltalls
auch die Frage nach der fehlenden Masse beantworten, die für ein flaches
Universum notwendig ist. Denn wir können nur die Materie sehen, die
vor so vielen Jahren entstand wie sie Lichtjahre von uns entfernt ist.
Somit beobachten wir, im Falle M ~ t 2/3,
deutlich weniger Materie als tatsächlich existiert.
6.3
Sternentstehungsrate
Aufgrund von Messungen des
Hubble-Weltraumteleskops gibt es an der Grenze des beobachtbaren Universums
mindestens zehnmal so viele lichtschwache Galaxien wie in unserm kosmischen
Umfeld [37]:
„Im frühen Universum wimmelte
es nur so von überdurchschnittlich blauen Galaxien mit auffallend
starken Emissionslinien. Daraus lässt sich schließen, dass sie
viel schneller Sterne bildeten als heutige Galaxien, denn nur eine umfangreiche
Population sehr heißer Sonnen vermag das Gas innerhalb des Systems
so stark zum Leuchten anzuregen. Solch heiße Sterne existieren nur
für die relativ kurze Dauer von einigen Millionen Jahren, müssen
also damals unablässig neu gebildet worden sein.“
Diese, aus der Beobachtung sich
ergebende, hohe Sternentstehungsrate im frühen Universum würde
mit der KZH, die ebenfalls in der Vergangenheit eine größere
Materieentstehungsrate fordert als heute
im Einklang stehen. Auch die aus heutiger Sicht kurze Lebensdauer der Sterne
im frühen Universum würde der KZH entgegenkommen, weil damals
die Eigenzeit t
(Kosmische Zeit) gegenüber der Jetztzeit t gedehnt war ( Dt
/ Dt
~ t -1/3 ) .
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