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6.4 Diskrepanz zwischen Entfernung und Rotverschiebung von Ia - Supernovae in fernen Galaxien

 Unter dem Titel: „Revolution in der Kosmologie“ wurde kürzlich ein etwas skurriles Bild von der Entwicklung des Universums vorgestellt, welches auf einer Vermessung der Raumzeit mittels sogenannter Ia-Supernovae basiert [27],S. 38 ff:
 „Der Befund: Das Universum expandierte vor einigen Jahrmilliarden langsamer als heute. Die Expansionsrate nimmt folglich zu - entgegen der bisherigen Annahme.
Die Beobachtung: Den entscheidenden Hinweis auf die erhöhte Expansionsrate des Kosmos liefern Supernovae in fernen Galaxien, deren beobachtete Maximalhelligkeit ein Maß für ihre Entfernung ist.“
Danach müssten die beobachteten Ia-Supernovae weiter entfernt sein als es ihre Rotverschiebungen nahe legen bzw. geringere Rotverschiebungen haben als ihren Entfernungen entspricht. Die Kosmologen schlossen daraus auf eine beschleunigte Expansion des Universums, deren Ursache eine kosmologische Konstante L > 0 sein soll.
 Auch für dieses Phänomen liefert die KZH eine viel einfachere und überzeugendere Erklärung.
 Zwischen Rotverschiebung z und Signalgeschwindigkeit c gilt in erster Näherung die Beziehung [10]:
          (24)
Je höher die Signalgeschwindigkeit ist, um so geringer wird also die Rotverschiebung. Nach der KZH gilt c ~ t-1/3.
Das bedeutet, dass sehr weit entfernte Himmelskörper, die ihr Licht schon vor vielen Milliarden Jahren auf die Reise schickten, als die kosmische Signalgeschwindigkeit (Lichtgeschwindigkeit) c noch merklich größer war als heute, bei gleicher Fluchtgeschwindigkeit v eine geringere Rotverschiebung aufweisen müssen als nahe Galaxien.
 Die KZH könnte also zwanglos die Beobachtungen deuten, ohne ein so „unnatürliches“ Modell von der Evolution des Universums entwerfen zu müssen, wie in [27] vorgestellt.
 Allerdings: Auch die KZH wäre eine Revolution in der Kosmologie, aber eine viel einleuchtendere, zwingendere und elegantere.

6.5 Diskrepanz zwischen der Zunahme der Tageslänge und der Abstandsvergrößerung Erde – Mond

 An Hand historischer Aufzeichnungen von Sonnenfinsternissen lässt sich schlüssig nachweisen, dass die Tageslänge im Laufe der letzten 2500 Jahre um durchschnittlich 1,7 Millisekunden pro Jahrhundert zugenommen hat [38]. Dieser Wert steht auch im Einklang mit den Ergebnissen mikroskopischer Untersuchungen an 400 Millionen Jahre alten Korallenfossilien [39]. Danach sollte der Tag von damals bis heute um ungefähr 2 Stunden länger geworden sein, was umgerechnet auf 100 Jahre ebenfalls etwa 1,7 Millisekunden ergibt.  Gemessen wurde außerdem, daß sich der Abstand Erde – Mond um 3,7 cm pro Jahr vergrößert [38].  Beide Effekte werden auf die Gezeitenwirkung zwischen Erde und Mond zurückgeführt. Das Problem dabei ist, dass die Messwerte mit der Theorie nicht im Einklang stehen. Eine Abstandsvergrößerung Erde – Mond von 3,7 cm pro Jahr müsste theoretisch eine Zunahme der Tageslänge um 2,3 Millisekunden (und nicht 1,7 Millisekunden) pro Jahr ergeben [38]. Diese Unstimmigkeit verschwindet, wenn man noch die Effekte berücksichtigt, die eine zeitlich abnehmende „Gravitationskonstante“ (G ~ t -2/3) mit sich bringt.
 
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