Unter dem Titel: „Revolution
in der Kosmologie“ wurde kürzlich ein etwas skurriles Bild von der
Entwicklung des Universums vorgestellt, welches auf einer Vermessung der
Raumzeit mittels sogenannter Ia-Supernovae basiert [27],S. 38 ff:
„Der Befund: Das Universum
expandierte vor einigen Jahrmilliarden langsamer als heute. Die Expansionsrate
nimmt folglich zu - entgegen der bisherigen Annahme.
Die Beobachtung: Den entscheidenden
Hinweis auf die erhöhte Expansionsrate des Kosmos liefern Supernovae
in fernen Galaxien, deren beobachtete Maximalhelligkeit ein Maß für
ihre Entfernung ist.“
Danach müssten die beobachteten
Ia-Supernovae weiter entfernt sein als es ihre Rotverschiebungen nahe legen
bzw. geringere Rotverschiebungen haben als ihren Entfernungen entspricht.
Die Kosmologen schlossen daraus auf eine beschleunigte Expansion des Universums,
deren Ursache eine kosmologische Konstante L
> 0 sein soll.
Auch für dieses Phänomen
liefert die KZH eine viel einfachere und überzeugendere Erklärung.
Zwischen Rotverschiebung z
und Signalgeschwindigkeit c gilt in erster Näherung die Beziehung
[10]:
(24)
Je höher die Signalgeschwindigkeit
ist, um so geringer wird also die Rotverschiebung. Nach der KZH gilt c
~ t-1/3.
Das bedeutet, dass sehr weit entfernte
Himmelskörper, die ihr Licht schon vor vielen Milliarden Jahren auf
die Reise schickten, als die kosmische Signalgeschwindigkeit (Lichtgeschwindigkeit)
c noch merklich größer war als heute, bei gleicher Fluchtgeschwindigkeit
v eine geringere Rotverschiebung aufweisen müssen als nahe Galaxien.
Die KZH könnte also zwanglos
die Beobachtungen deuten, ohne ein so „unnatürliches“ Modell von der
Evolution des Universums entwerfen zu müssen, wie in [27] vorgestellt.
Allerdings: Auch die KZH wäre
eine Revolution in der Kosmologie, aber eine viel einleuchtendere, zwingendere
und elegantere.
6.5 Diskrepanz zwischen der Zunahme der Tageslänge und der Abstandsvergrößerung Erde – Mond
An Hand historischer Aufzeichnungen
von Sonnenfinsternissen lässt sich schlüssig nachweisen, dass
die Tageslänge im Laufe der letzten 2500 Jahre um durchschnittlich
1,7 Millisekunden pro Jahrhundert zugenommen hat [38]. Dieser Wert steht
auch im Einklang mit den Ergebnissen mikroskopischer Untersuchungen an
400 Millionen Jahre alten Korallenfossilien [39]. Danach sollte der Tag
von damals bis heute um ungefähr 2 Stunden länger geworden sein,
was umgerechnet auf 100 Jahre ebenfalls etwa 1,7 Millisekunden ergibt.
Gemessen wurde außerdem, daß sich der Abstand Erde – Mond um
3,7 cm pro Jahr vergrößert [38]. Beide Effekte werden
auf die Gezeitenwirkung zwischen Erde und Mond zurückgeführt.
Das Problem dabei ist, dass die Messwerte mit der Theorie nicht im Einklang
stehen. Eine Abstandsvergrößerung Erde – Mond von 3,7 cm pro
Jahr müsste theoretisch eine Zunahme der Tageslänge um 2,3 Millisekunden
(und nicht 1,7 Millisekunden) pro Jahr ergeben [38]. Diese Unstimmigkeit
verschwindet, wenn man noch die Effekte berücksichtigt, die eine zeitlich
abnehmende „Gravitationskonstante“ (G ~ t -2/3)
mit sich bringt.
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