Vorgestellt wird ein neues kosmologisches
Weltmodell – die „Kosmische Zeit-Hypothese“ (KZH). Sie stützt sich
auf drei, heute mehrheitlich akzeptierte Axiome:
I. Die Lichtgeschwindigkeit
ist eine universelle Naturkonstante.
II. Die Allgemeine Relativitätstheorie
(ART) gilt für das gesamte Universum.
III. Das Universum spannt,
über große Distanzen gemittelt, einen flachen (euklidischen)
Raum auf.
Darauf basierend ergibt sich die
KZH zwingend aus den Feldgleichungen der ART, wenn darin der frei wählbare
Zeitparameter so festgelegt wird, dass der Zeittakt sich im gleichen Maße
verlangsamt wie die Expansionsgeschwindigkeit des Universums.
Die KZH besticht nicht nur durch
ihre innere Konsistenz und Einfachheit, sie vermittelt auch überraschende
Erkenntnisse mit weitreichenden Konsequenzen für unser physikalisches
Weltbild, insbesondere für die Kosmologie und die Elementarteilchenphysik.
Ihre wichtigsten Ergebnisse:
- Es besteht weitgehende Übereinstimmung
mit dem Standardmodell der Kosmologie – der Urknalltheorie -, wenn man
als Zeitparameter die Newton-Einsteinsche Zeit t verwendet. Die KZH löst
auf elegante Weise die Hauptprobleme der Urknalltheorie (Problem des Horizontes,
der Galaxienbildung der Flachheit und des Weltalters) ohne das inflationäre
Modell bemühen zu müssen.
- Abweichend von der heute gültigen
Physik ergeben sich nach der KZH:
a) Die Gravitationskonstante G ist
in Wahrheit nicht konstant, sondern eine mit der Zeit abnehmende Größe
(G ~ t -2/3).
b) Immer und überall im Universum
entsteht kontinuierlich Materie (M ~ t
2/3,
GM = konst.).
c) Das Universum expandiert mit
Lichtgeschwindigkeit
, wobei c stets als konstante Größe gemessen wird
(cDt
= konst, Dt
~ t 1/3).
- Die KZH postuliert eine kosmische
Zeit t,
die mit der Newtonschen Zeit t durch dieselbe Transformationsfunktion (t~
t 2/3, Dt/Dt~
t
-1/3)
verknüpft ist wie die realen
(in gravitativer Wechselwirkung
stehenden) „Inertialsysteme“ mit den idealisierten (kräftefreien)
Inertialsystemen der Newton-Einsteinschen Physik.
- Die Basisbegriffe unserer physikalischen
Welt: Raum (R), Materie (M) und Zeit (t),
sind durch die KZH auf die denkbar einfachste Weise miteinander verknüpft
(t~
R~ M~ t 2/3).
- Die kosmische Zeit t rückt
den Urknall in unendlich ferne Vergangenheit. Danach wäre das Universum,
in seiner „Eigenzeit“ gemessen, unendlich alt (Dt/Dt
~ t -1/3).
- Die KZH steht im Einklang mit
der sog. Supersymmetrie-Theorie, die postuliert, dass zur Planck-Zeit (tPL
= 10 -43s nach dem Urknall) alle Naturkräfte
identisch waren.
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