Einstein hat, nachdem die Expansion
des Universums nachgewiesen war, mit dem ihm damals zur Verfügung
stehenden Wert der Hubble-Konstante von 432 km /s .
Mps für die Hubble-Expansion h den Zahlenwert h = 4,71 . 10
-28 cm -1 berechnet
[16], S.117. Für ein flaches
Universum ergibt sich daraus ein Alter (Bild 16, siehe auch [16], S. 119)
Dieses geringe Weltalter bereitete
Einstein zwar Unbehagen, da es sich mit anderen Theorien, z.B. dem Alter
der Erdkruste, wie es sich aus Messung der Radioaktivität ergibt,
oder auch der Theorie von der Evolutionszeit der Sterne nicht in Einklang
bringen ließ. Trotzdem war sein Vertrauen in die Richtigkeit der
Feldgleichungen so groß, dass er eher die anderen Theorien in Frage
stellte [15], S. 127/128: „Die Astronomen sind geneigt, die Sterne verschiedener
Spektraltypen als Altersstufen eines einheitlichen Entwicklungs-Prozesses
aufzufassen, welcher Prozess viel längere Zeiten als 10
9 Jahre benötigen würde. Eine solche Theorie steht
also tatsächlich im Widerspruch mit den dargelegten Folgen der relativistischen
Gleichungen. Es scheint mir aber, dass diese Evolutionstheorie“ der Sterne
auf schwächeren Grundlagen ruht als die Feldgleichungen.“
Heute wissen wir, dass weder die
Theorien der Sternentstehung, noch die Feldgleichungen der ART falsch sind,
sondern die Hubble-Konstante tatsächlich viel kleiner ist, als zu
Einsteins Zeiten bekannt war. Messungen, die das Hubble-Weltraumteleskop
kürzlich lieferte [16], ergeben einen Zahlenwert, der nur etwa ein
Zehntel dessen beträgt, den Einstein in seine Rechnungen einsetzte.
Die Welt ist also nicht 1,5 · 10 9,
sondern 1,5 · 10 10 Jahre alt!
Widersprüche, in die sich Einstein
verstrickt sah, lösen sich damit auf ganz natürliche Weise zugunsten
der ART.
Dieses Beispiel zeigt übrigens,
dass man Beobachtungsdaten nicht voreilig als unumstößliche
Fakten akzeptieren und dadurch möglicherweise eine fundamentale Theorie
in Frage stellen sollte.
Bild 16: Hubble-Zeit tH1 und Weltalter
t1 für ein flaches Universum
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