Motiviert wurde das inflationäre
Modell durch die noch offenen Fragen der Urknalltheorie. [9] S. 96:
„... die Urknalltheorie weist
einige Mängel auf, die in den letzten Jahren die Entwicklung eines
neuen Modells vom Frühstadium des Universums angeregt haben. Dieses
Modell des „inflationären Universums“, wie es die Kosmologen nennen,
stimmt mit der allgemein akzeptierten Beschreibung der frühen Entwicklungsstadien
des Universums nach den ersten 10 -30 Sekunden
seines Bestehens genau überein. Für diese ersten Sekundenbruchteile
wird jedoch das Bild von der Entwicklung des Universums im neuen Modell
in geradezu dramatischer Weise geändert: Das Universum blähte
sich demnach innerhalb kürzester Zeit so sehr auf, dass sein Durchmesser
ungefähr 10 50 mal größer
wurde, als man bisher vermutete. Während dieser enormen Wachstumsepoche
entstanden möglicherweise die gesamte Materie und Energie des Universums.“
Das inflationäre Modell geht
von der Vorstellung einer spontanen Symmetriebrechung im frühen Universum
(10 -35 Sekunden nach dem Urknall) aus,
als die starke, schwache und elektromagnetische Wechselwirkung noch vereinheitlicht
waren.
Der damit einhergehende Phasenübergang
führte - der Inflationstheorie zufolge – zu einer extrem schnellen
(inflationären) Aufblähung des Universums, wodurch einige Probleme
der Urknalltheorie umgangen werden, wie die nachstehenden Zitate zeigen:[9],
S. 103/104:
„Das Horizontproblem lässt
sich im Modell des inflationären Universums auf einfache Art und Weise
umgehen:
In diesem Modell entwickelt sich
das beobachtete Universum aus einem Raumgebiet, dessen Durchmesser um ein
Vielfaches (um das 10 -50 fache oder mehr)
kleiner ist als das entsprechende Raumgebiet im Standardmodell.“
[9]S. 104: „Das Flachheitsproblem lässt sich ebenfalls in einfacher
und natürlicher Weise umgehen. Die Gleichungen zur Beschreibung der
Entwicklung des Universums während der inflationären Epoche unterscheiden
sich von denen des Standardmodells, die Größe W
2)
erreicht schnell den Wert 1, egal welchen Wert sie vor der inflationären
Epoche hatte.“
Leider beruht das inflationäre
Modell auf einer Theorie [10], S. 208: „ ... deren empirische Zuverlässigkeit
überhaupt noch nicht geprüft worden ist. (Die notwendigen Energien
können von Beschleunigern in absehbarer Zukunft nicht erreicht werden.)“
Hubert Goenner hat
auch noch andere Vorbehalte [10], S. 208:
„Die Elementarteilchentheorie
müsste eine vernünftige Theorie für das F-Feld
3) liefern, bevor man Vertrauen in das inflationäre Modell
hat. Man kann daher sagen, dass das inflationäre Modell eine spekulative
Extrapolation von physikalischen Ideen und Gesetzen weit über das
empirisch Gesicherte hinaus darstellt. ...... Insofern betrachte ich das
inflationäre Modell als eine geistreiche Akrobatik, aber nicht als
schon akzeptables physikalisches Modell mit einem Erklärungswert für
die Natur.“
Wie in den weiteren
Ausführungen (Kapitel 3 und 4) noch ausführlich dargelegt wird,
löst die KZH die Probleme der Urknalltheorie auf ganz natürliche
Weise, ohne eine so spekulative These wie das inflationäre Modell
zu benötigen.
2)W
= Verhältnis der tatsächlichen Dichte zur kritischen Dichte (r/r
krit)
3)
Das Skalarfeld F
beschreibt die Vakuumenergiedichte bzw. die kosmologische Konstante
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