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2.2    Das inflationäre Modell

Motiviert wurde das inflationäre Modell durch die noch offenen Fragen der Urknalltheorie.  [9] S. 96:
„... die Urknalltheorie weist einige Mängel auf, die in den letzten Jahren die Entwicklung eines neuen Modells vom Frühstadium des Universums angeregt haben. Dieses Modell des „inflationären Universums“, wie es die Kosmologen nennen, stimmt mit der allgemein akzeptierten Beschreibung der frühen Entwicklungsstadien des Universums nach den ersten 10 -30 Sekunden seines Bestehens genau überein. Für diese ersten Sekundenbruchteile wird jedoch das Bild von der Entwicklung des Universums im neuen Modell in geradezu dramatischer Weise geändert: Das Universum blähte sich demnach innerhalb kürzester Zeit so sehr auf, dass sein Durchmesser ungefähr 10 50 mal größer wurde, als man bisher vermutete. Während dieser enormen Wachstumsepoche entstanden möglicherweise die gesamte Materie und Energie des Universums.“
Das inflationäre Modell geht von der Vorstellung einer spontanen Symmetriebrechung im frühen Universum (10 -35 Sekunden nach dem Urknall) aus, als die starke, schwache und elektromagnetische Wechselwirkung noch vereinheitlicht waren.
Der damit einhergehende Phasenübergang führte - der Inflationstheorie zufolge – zu einer extrem schnellen (inflationären) Aufblähung des Universums, wodurch einige Probleme der Urknalltheorie umgangen werden, wie die nachstehenden Zitate zeigen:[9], S. 103/104:
Das Horizontproblem lässt sich im Modell des inflationären Universums auf einfache Art und Weise umgehen:
In diesem Modell entwickelt sich das beobachtete Universum aus einem Raumgebiet, dessen Durchmesser um ein Vielfaches (um das 10 -50 fache oder mehr) kleiner ist als das entsprechende Raumgebiet im Standardmodell.“
          [9]S. 104: „Das Flachheitsproblem lässt sich ebenfalls in einfacher und natürlicher Weise umgehen. Die Gleichungen zur Beschreibung der Entwicklung des Universums während der inflationären Epoche unterscheiden sich von denen des Standardmodells, die Größe W 2)  erreicht schnell den Wert 1, egal welchen Wert sie vor der inflationären Epoche hatte.“
Leider beruht das inflationäre Modell auf einer Theorie [10], S. 208: „ ... deren empirische Zuverlässigkeit überhaupt noch nicht geprüft worden ist. (Die notwendigen Energien können von Beschleunigern in absehbarer Zukunft nicht erreicht werden.)“
  Hubert Goenner hat auch noch andere Vorbehalte [10], S. 208:
„Die Elementarteilchentheorie müsste eine vernünftige Theorie für das F-Feld 3) liefern, bevor man Vertrauen in das inflationäre Modell hat. Man kann daher sagen, dass das inflationäre Modell eine spekulative Extrapolation von physikalischen Ideen und Gesetzen weit über das empirisch Gesicherte hinaus darstellt. ...... Insofern betrachte ich das inflationäre Modell als eine geistreiche Akrobatik, aber nicht als schon akzeptables physikalisches Modell mit einem Erklärungswert für die Natur.“
 Wie in den weiteren Ausführungen (Kapitel 3 und 4) noch ausführlich dargelegt wird, löst die KZH  die Probleme der Urknalltheorie auf ganz natürliche Weise, ohne eine so spekulative These wie das inflationäre Modell zu benötigen.
2)W = Verhältnis der tatsächlichen Dichte zur kritischen Dichte (r/r krit)
3) Das Skalarfeld F beschreibt die Vakuumenergiedichte bzw. die kosmologische Konstante
 
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