15

Bild 6: Expansion des Universums a): nach der inflationsgestützten Urknalltheorie, b) nach der KZH

4.5.2 Das Problem der Galaxienbildung
Der KZH zufolge (G ~ t -2/3 ) war die materieverdichtend wirksame Gravitationskraft im 300000 Jahre alten Universum, als sich die Materie von der Strahlung- die wir heute noch als kosmische Hintergrundstrahlung wahrnehmen- entkoppelte, etwa 1000 mal stärker als heute! Außerdem stand dem Universum nach der KZH in seiner Frühphase viel mehr "individuelle Zeit" zur Verfügung, um aus kleinsten Inhomogenitäten lokale Verdichtungen zu erzeugen als nach der klassischen Urknalltheorie.
Die "Ereignisdichte"  im frühen Universum war um ein Vielfaches größer als heute ( Zur Zeit der Entkopplung der Strahlung von der Materie um den Faktor 40 (!). Vor allem das "dramatische Anwachsen und Wiedervergehen der Quasarpopulationen [26], S. 100 könnte damit eine einfache Erklärung finden, weil damals die Zeitdehnung besonders groß war. Wie man sieht, kann die KZH die von uns heute beobachtbare klumpige Materieverteilung im Kosmos viel plausibler erklären als alle sonstigen theoretischen Modelle, mit denen dieses bisher versucht wurde.
 
15