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4.5.3 Das Problem
der Flachheit
Das von uns beobachtbare Universum
dürfte es theoretisch eigentlich gar nicht geben! Zumindest wäre
seine Existenz extrem unwahrscheinlich, falls es auf den derzeitlich anerkannten
Theorien der Physik beruhen würde. Danach müsste jede kleinste
Abweichung von der exakten Flachheit linear mit der Zeit anwachsen. Hätte
z. B. 1 Sekunde nach dem Urknall diese Abweichung nur die Winzigkeit von
10 -17 betragen, müsste das Universum längst wieder
kollabiert, d. h. in sich zusammengestürzt sein, oder sich als homogenes
Kontinuum, in dem es weder Sterne noch Galaxien noch Lebewesen gibt, die
es beobachten, in den Weiten des Alls verloren haben. Nach der heute
gültigen Physik wäre das expandierende Universum übrigens
ebenso instabil wie das Einsteinsche statische Universum mit kosmologischer
Konstante. Letzteres wird als reale Möglichkeit heute ausgeschlossen
[23], S. 462:
"Das Einstein- Universum ist
instabil, wie Arthur Eddington 1930 gezeigt hat, und seine Bewohner müssen
auf Zehenspitzen gehen und im Flüstern sprechen. Es steht auf der
Schneide eines Rasiermessers: Falls es in einer Richtung angestoßen
wird, fängt die Schwere zu dominieren an und es kollabiert in einem
Urknall in einer Zeit von annähernd einer Lichtumkreisung; falls es
leicht in der anderen Richtung angestoßen wird, fängt die Abstoßungskraft
L
zu dominieren an und es bläht sich auf und entwickelt sich zu einem
Wimmer- Universum. Falls jemand ein Streichholz anzündet, wird es
zu kollabieren beginnen, und falls etwas Strahlung absorbiert wird, wird
es zu expandieren anfangen."
Trotz dieser Erkentnis wird die
Existenz eines instabilen, expandierenden Universums von vielen Kosmologen
heute noch als Selbstverständlichkeit akzeptiert und kaum jemand stellt
die physikalischen Grundlagen in Frage, auf denen diese hochgradige Instabilität
beruht. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern auch unwissenschaftlich.
Glücklicherweise gibt es auch
Wissenschaftler, die sich darüber wundern, wie z. B. J. Barrow [und
einige andere) [27], S. 196:
"Die Tatsache nun, dass die Expansion
noch nach zehn Jahrmilliarden unabweislich an der kritischen Schwelle zwischen
einer endlichen und einer unendlichen Zukunft steht, gibt uns allerlei
Rätsel auf. Schließlich impliziert sie unter anderem geradezu
phantastisch unwahrscheinliche Voraussetzungen bei den Ausgangsbedingungen
des Urknalls.... Damit ein solcher Grad an Genauigkeit einzuhalten ist,
muss schon ein außergewöhnlicher Zwang am Werke sein."
Diesen Zwang gibt es nach der KZH
tatsächlich.
Die kontinuierliche Materieerzeugung
(M ~ t 2/3 ) bewirkt, dass kleinste Abweichungen von einem flachen
Universum nicht anwachsen wie bei der inflationsgestützten Urknalltheorie
(M = konst.), sondern es findet genau das Gegenteil statt:
Jede Abweichung von der Flachheit
wird durch ein der Evolution innewohnendes Prinzip (M ~ R,
~
= c) mit fortschreitender
Zeit wieder eingeebnet.
4.5.4 Das
Problem des Weltalters
Da alle Ereignisse- auch die Sternentstehungsproresse-
nach der kosmischen Zeit ablaufen, müssten sich gerade sehr alte Sterne
in ihrer Jugend viel schneller (auf Jetztzeit bezogen) entwickelt haben,
als es den Sternentstehungstheorien entspricht.
Damit wäre ihr auf Jetztzeit
bezogenes Alter deutlich geringer, als es die Beobachtungen nahe legen,
und die Unverträglichkeit mit dem Weltalter würde verschwinden.
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