4.7 Vereinheitlichung
der Naturkräfte
Nach den Vorstellungen der Elementarteilchenphysiker
waren zur Planck- Zeit alle Naturkräfte zu einer einzigen Kraft verschmolzen.
Ein mathematisches Modell für die Verschmelzung aller bekannten Naturkräfte
(elektromagnetische, starke und gravitative Wechselwirkung) hofft man mittels
der Superstring- Theorie zu finden [17], S. 20:
"Die Superstring- Theorie führt
uns zurück zum Ursprung der Zeit, als alle kosmischen Kräfte
symmetrisch waren und eine einzige Superkraft darstellten."
Zur Planck- Zeit, als das Universum
etwa 10 -43 Sekunden alt war, fand- der Superstring- Theorie
zufolge- die erste Symmetriebrechung statt, wobei sich die Gravitationskraft
als die erste von den übrigen Naturkräften trennte.
Durch spätere Symmetriebrechungen
verselbständigten sich dann auch die anderen Naturkräfte ( siehe
Bild 7).
1968 gelang den Theoretikern
Weinberg, Salom und Glashow auf der Grundlage einer Eichsymmetrie- der
Yang- Mills- Theorie- die Vereinheitlichung der elektromagnetischen mit
der schwachen Kraft zur elektroschwachen Kraft.
Seither konnten keine größeren
Fortschritte mehr erzielt werden.
Neuen Auftrieb erhielt die Vereinheitlichung
der Naturkräfte dann erst wieder in 1984 durch ein von Green und Schwarz
vorgestelltes Superstring- Modell, das genügend Symmetrie aufweist,
um gewisse Anomalien früherer Superstring- Theorien auszuschließen.
Aber auch damit konnte der Durchbruch
nicht erreicht werden [33], S. 225:
"Man weiß jetzt, dass es
tausende von String- Theorien gibt, die mathematisch ebenso konsistent
sind wie die beiden Green- Schwarz- Theorien."
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