19
Trotzdem überlebte die kosmologische Konstante in ihrer ursprünglichen mathematischen Formulierung als Maß für die Vakuumdichte! Dieses formale "Festkleben" an einem durch Einsteins Notsituation bedingten Ausdruck hat m. E. dazu beigetragen, dass die Vakuumenergiedichte bis heute als konstante Größe betrachtet wird, wofür es eigentlich keinen physikalisch plausiblen Grund gibt.
Erst über den Umweg eines neuen physikalischen Prinzips- dieKZH gelingt es offensichtlich, die "festgefahrene" Situation, in der sich die Diskussion um die kosmologische Konstante befindet, zu überwinden.
Nach der KZH existiert eine kosmologische Konstante, wie sie von Einstein und später auch von anderen Wissenschaftlern gefordert wurde, nämlich eine die Expansion des Universums beschleunigende "fünfte Naturkraft" also nicht!
Die Vakuumenergie liefert lediglich- genau so wie Materie und Strahlung- einen Beitrag zum Gesamt- Schwerkraftfeld im Universum. Auch Larry Abbott vertritt diese Auffassung [30], S. 92/93:
"In der Allgemeinen Relativitätstheorie hat die Energiedichte des Vakuums eine absolute Bedeutung; man kann sie durch Messung desjenigen Schwerkraftfeldes bestimmen, das nicht durch Materie, sondern durch das Vakuum selbst erzeugt wird."

4.7 Vereinheitlichung der Naturkräfte
Nach den Vorstellungen der Elementarteilchenphysiker waren zur Planck- Zeit alle Naturkräfte zu einer einzigen Kraft verschmolzen. Ein mathematisches Modell für die Verschmelzung aller bekannten Naturkräfte (elektromagnetische, starke und gravitative Wechselwirkung) hofft man mittels der Superstring- Theorie zu finden [17], S. 20:
"Die Superstring- Theorie führt uns zurück zum Ursprung der Zeit, als alle kosmischen Kräfte symmetrisch waren und eine einzige Superkraft darstellten."
Zur Planck- Zeit, als das Universum etwa 10 -43 Sekunden alt war,  fand- der Superstring- Theorie zufolge- die erste Symmetriebrechung statt, wobei sich die Gravitationskraft als die erste von den übrigen Naturkräften trennte.
Durch spätere Symmetriebrechungen verselbständigten sich dann auch die anderen Naturkräfte ( siehe Bild 7).
1968 gelang  den Theoretikern Weinberg, Salom und Glashow auf der Grundlage einer Eichsymmetrie- der Yang- Mills- Theorie- die Vereinheitlichung der elektromagnetischen mit der schwachen Kraft zur elektroschwachen Kraft.
Seither konnten keine größeren Fortschritte mehr erzielt werden.
Neuen Auftrieb erhielt die Vereinheitlichung der Naturkräfte dann erst wieder in 1984 durch ein von Green und Schwarz vorgestelltes Superstring- Modell, das genügend Symmetrie aufweist, um gewisse Anomalien früherer Superstring- Theorien auszuschließen.
Aber auch damit konnte der Durchbruch nicht erreicht werden [33], S. 225:
"Man weiß jetzt, dass es tausende von String- Theorien gibt, die mathematisch ebenso konsistent sind wie die beiden Green- Schwarz- Theorien."
 
19