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1. Einleitung
Die Idee von der Expansion der Erde
als Erklärung für ihr heutiges Antlitz wurde schon vor 70 Jshren
von O. C. Hilgenberg[1] als Hypothese formuliert. Später wurde sie
dann von Wissenschaftlern wie P. Jordan [2], H. Haber [3], 4], S. W. Carey
[5],
J. Maxlow [6] u. a. noch eindrucksvoll
untermauert. Die Hypothese der EE besticht nicht nur durch ihre Eleganz,
sondern erklärt auch viele geologische Phänomene auf einfache
und natürliche Weise, wie z. B.:
- das Verteilungsmuster der Kontinente
und Ozeane auf dem Globus,
- die auffällige Zweiteilung
des Höhenniveaus auf der Erdoberfläche,
- die genaue Passung der Küstenlinien
(Schelfe) von Afrika und Südamerika,
- die Tatsache, dass sich sämtliche
Kontinente auf einer Kugel von etwa dem halben Durchmesser der heutigen
Erde wie ein Puzzle nahezu lückenlos aneinanderfügen lassen,
- das globale Netz von Erdspalten,
die als Zerreißspalten infolge der Erdausdehnung gedeutet werden,
- Die Entstehung von Vulkanismus,
Erdbeben und Gebirgsfaltung infolge Verringerung der Krümmung der
Erdkruste.
Genügend Gründe also,
die dafür sprechen, die Hypothese der EE stärker als bisher in
die wissenschaftliche Diskussion einzubeziehen! Leider steht ihrer Anerkennung
noch im Wege, dass man sich bis heute auf keine plausible Ursache einigen
konnte, die erklärt, warum die Erde so stark expandiert, wie es die
Globenmodelle, die der EE- Theorie zugrunde liegen, verlangen. Viele zur
Stützung der EE- Theorie vorgeschlagenen Hypothesen (Ätherstromhypothese,
thermische Ausdehnung, Absorption solarer Neutrinos etc.) können nicht
überzeugen, weil sie auf physikalisch fragwürdigen Voraussetzungen
aufbauen. Statt nach der Ursache für die EE zu suchen, kann man auch
umgekehrt vorgehen und fragen: Welche Konsequenzen ergeben sich, wenn man
davon augeht, dass die Erde expandiert?
2. Beziehung
zwischen Expansionsrate und Druckentlastung im Erdkörper
Astronomische Daten sprechen dafür,
dass die Erdmasse näherungsweise konstant bleibt oder mit der Zeit
sogar geringfügig abnimmt, weil kontinuierlich leichte Elemente (hauptsächlich
Wasserstoff) in den Weltraum entweichen [7]. In einem von der Gravitationskraft
zusammengehaltenen, kugelförmigen Körper wie unserer Erde besteht,
wenn man konstante Masse voraussetzt, zwischen Radius R und Gravitationsdruck
p der Zusammenhang [8], (Bild 1):
p ~ r4
(1)
Mit wachsendem Erdradius geht also
eine extrem starke Druckabsenkung einher. Dies muss zu mannigfaltigen Phasenänderungen
und thermischen Umwandlungen im Erdmaterial führen, wodurch wiederum
z. T. beträchtliche Volumenvergrößerungen ausgelöst
werden. Ein solcher nichtlinear rückgekoppelter Prozess kann den Expansionsvorgang,
zumindest temporär, chaotisch gestalten. Schwer abschätzbar ist
auch die Auswirkung einer Druckabsenkung auf die Volumenzunahme von Atomen
und Molekülen, da ihr Verhalten unter extrem hohen Drücken noch
wenig erforscht ist. Eine Frage, die überhaupt noch nicht wissenschaftlich
untersucht wurde, ist: Welche Beschaffenheit und Mächtigkeit hatte
die Atmosphäre der früher viel kleineren Urerde und welchen Druck
übte sie auf die Erdoberfläche aus?
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