Der KZH (G ~ t -2/3 ) zufolge müsste der Gravitationsdruck im Erdkörper stetig abnehmen. Die Konsequenz daraus wäre, dass sich die Erde im Laufe der Zeit langsam vergrößert. Damit kann aber die hohe Expansionsrate, wie sie die Globenmodelle fordern, nicht erklärt werden. Am plausibelsten begründen lässt sich die EE mit der Hypothese von Gottfried [7), vor allem, wenn man berücksichtigt, dass mit wachsendem Erdradius der Druck exponentiell absinkt (p ~ r -4 ). Die zeitlich abnehmende Gravitationskonstante ist lediglich der Auslöser der EE.
5. Stützung der EE- Hypothese und der KZH durch Beobachtungsdaten
Es wird darauf verzichtet, hier Fakten aufzulisten, die in der einschlägigen Literatur bereits seriös behandelt und dokumentiert sind. Eingegangen wird ausschließlich auf Beobachtungen, die bisher nicht mit den vorgestellten Hypothesen (EE und KZH) verifiziert wurden.
5.1 Zunahme
der Tageslänge
Nach dem Drehimpulssatz w
q = konst. ( w
= Winkelgeschwindigkeit, q
= Massenträgheitsmoment) gilt für eine konstante Erdmasse q
~ r 2 , d. h.
(10)
(t = Tageslänge)
Geht man davon aus, dass der "Schelfglobus"
einen Radius (r2) von ungefähr 58% des heutigen Ersradius
(r1 ) hatte [1], [35] und sich vor etwa 4 Milliarden Jahren
eine feste Erdkruste bildete, so erhält man
= 3,0 ®
t
2
=
= 8
h,
d. h. Dt
= t 1 - t 2 = 24 - 8 = 16 h in 4 Milliarden
Jahren.
Dies ergibt eine jährliche
Rotationsverzögerung von 1,44 . 10-5
s/a als Mittelwert zwischen Erdkrustenbildung und heute bzw. einen derzeitigen
Wert von 1,8 . 10 -5 s/a.1)
Anhand historischer Aufzeichnungen
von Sonnenfinsternissen kann man nachweisen, dass die Tageslänge
im Lauf der letzten 2500 Jahre um durchschnittlich 1,7 .
10-5
s/a zugenommen hat [36]. Der von der EE- Hypothese geforderte und der durch
Beobachtungen ermittelte Wert für die Rotationsverzögerung der
Erde stimmen also erstaunlich gut überein. Vorausgesetzt wird, dass
Bremseffekte durch Gezeitenwirkung des Mondes vernachlässigbar sind
und die Erdmasse näherungsweise konstant bleibt.
1) Der
Unterschied ergibt sich aus dem quadratischen Zusammenhang zwischen Erdradius
und Tageslänge (t ~ r -2 ).
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