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5.2 Kontinuierliche Materieentstehung im Kosmos
Halton Arp kommt aufgrund von astronomischen Beobachtungen zu dem Ergebnis, dass im Universum kontinuierlich Materie neu entstehen muss. Neuere Forschungsergebnisse untermauern diese Aussage: B. P Wakker von der Universität Wisconsin -Madison (USA) hat mit seinem Team eine Gaswolke untersucht [37], S. 6: ".... die 10000 bis 40000 Lichtjahre über der Milchstraßenebene liegt. Befänden sich nur Gaswolken aus der "galaktischen Fontäne" im Halo, müsste der Anteil  schwerer Elementen in jungen Sternen größer als  in alten sein. Das trifft jedoch nicht zu. Stattdessen füllt ein Gasregen den Wasserstoffvorrat unserer Milchstraße nach, der nach den Ergebnissen von Wakker niemals zuvor in der Milchstraße gewesen ist..... Die Materie scheint vielmehr von außerhalb zu kommen. Die Frage nach ihrer Herkunft bleibt nach wie vor unbeantwortet."
Die das flache Universum stabilisierende kontinuierliche Neubildung von Materie ist auch aus rein theoretischen Gründen der spontanen Meterieentstehung kurz nach dem Urknall vorzuziehen. Das Urknall- Universum hätte nämlich, wenn man die Zeit zurück verfolgt, irgendwann in seinem eigenen Schwarzschild- Radius gefangen sein müssen, aus dem kein Entrinnen möglich gewesen wäre [32]. Das von uns beobachtete Universum dürfte also, wenn die Urknalltheorie in der heutigen Form richtig wäre, überhaupt nicht existieren!Gestützt wird die These von der fortgesetzten Erschaffung (continuous creation) von Materie auch durch die in den letzten Jahren beobachteten, außerordentlich lichtschwachen, zahlreichen Galaxien mit z. T. gigantischen Ausmaßen [38], S. 62:
"Während der letzten Jahren haben Astronomen mehr als tausend diffuse Sternsysteme entdeckt, die kaum heller erscheinen als der Hintergrund des Nachthimmels. Diese schummrigen Objekte, die einem zuvor unbekannten Galaxientyp angehören, liefern neue Erkenntnisse darüber, wie Masse im Universum verteilt ist und wie Galaxien sich entwickeln."
Man deutet diese sogenannten LSB- Galaxien, die dadurch auffallen, dass sie sehr viel Gas und nur wenige schwere Elemente enthalten, als die am wenigsten entwickelten Objekte im Universum, die sich im Laufe der Jahrmilliarden nach dem Urknall kaum verändert haben [39], S. 67.
Diese Interpretation ist schon deshalb äußerst unbefriedigend, weil sie völlig andere Sternentstehungs- und Materieverdichtungsprozesse voraussetzt, als sie sonst im Universum beobachtet werden.
Viel plausibler wäre die mit der KZH übereinstimmende Erklärung, dass diese düsteren Gebilde im Kosmos gerade im Begriff sind, neu zu entstehen, d. h. entsprechend der Beziehung M ~ t 2/3  Materie zu bilden, die erst in Jahrmilliarden die Leuchtkraft normaler Galaxien erreichen wird.

5.3 Stabilität des expandierenden Universums
In Abschnitt 4.5.3 wurde bereits dargelegt, dass die KZH- im Gegensatz zur heutigen Lehrmeinung- ein flaches Universum
(Bild 2, Grenzfall III) als stabilen Zustand erzwingt. Die Tatsache, dass wir selbst mit den leistungsfähigsten Teleskopen bis zu großen Entfernungen nicht die geringsten "Verbiegungen" der Raumzeit wahrnehmen, beweist eindeutig, dass das Universum großräumig euklidisch (flach) sein muss. Dieses belegen auch die von dem Forschungssatelliten COBE entdeckten Kräuselungen in der Hintergrundstrahlung, die keinerlei Verzerrungen in irgendeiner Richtung aufweisen [14], S.181. Der experimentelle Nachweis, dass wir heute, 15 Milliarden Jahre nach dem Urknall, immer noch in einem flachen Universum leben, gehört m. E. zu den überzeugendsten Indizienbeweisen für die Richtigkeit der KZH!
 
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