24
5.4 Sternentstehungsrate

Aufgrund von Messungen des Hubble- Weltraumteleskops gibt es an der Grenze des beobachtbaren Universums mindestens zehn mal so viele lichtschwache Galaxien wie in unserem kosmischen Umfeld [38]:
"Im frühen Universum wimmelte es nur so von überdurchschnittich blauen Galaxien mit auffällig starken Emissionslinien. Daraus lässt sich schließen, dass sie viel schneller Sterne bildeten als heutige Galaxien, denn nur eine umfangreiche Population sehr heisser Sterne vermag das Gas innerhalb des Systems so stark zum Leuchten anzuregen. Solch heiße Sterne existieren nur für die relativ kurze Dauer von einigen Millionen Jahren, müssen also damals unablässig neu gebildet worden sein."
Diese, aus der Beobachtung sich ergebende, hohe Sternentsthungsrate im frühen Universum würde mit der KZH, die ebenfalls in der Vergangenheit eine größere Materieentstehungsrate fordert als heute (M ~ t 2/3 ), ~ t-1/3 ), im Einklang stehen.
Auch die aud heutiger Sicht kurze Lebensdauer der Sterne im frühen Universum würde der KZH entgegen kommen, weil damals die Eigenzeit t  (kosmische Zeit) gegenüber der Jetztzeit gedehnt war (Dt/Dt ~ t-1/3 ).

5.5 Diskrepanz zwischen Entfernung und Rotverschiebung von Ia Supernovae in fernen Galaxien

Unter dem Titel "Revolution in der Kosmologie" wurde kürzlich ein etwas skurriles Bild von der Entwicklung des Universums vorgestellt, das auf einer Vermessung der Raumzeit mittels sogenannter Ia Supernovae basiert [40], S. 38 ff:
"Der Befund: Das Universum expandierte vor einigen Jahrmilliarden langsamer als heute. Die Expansion nimmt folglich zu- entgegen der bisherigen Annahme.
Die Beobachtung: Den entscheidenden Hinweis auf die erhöhte Expansionsrate des Kosmos liefern Supernovae in fernen Galaxien, deren beobachtete Maximalhelligkeit ein Maß für ihre Entfernung ist."
Demnach müssten die beobachteten Supernovae weiter entfernt sein als es ihre Rotverschiebungen nahe legen bzw. geringere Rotverschiebungen haben als ihrer Entfernung entspricht.
Die Kosmologen schlossen daraus auf eine beschleunigte Expansion des Universums, deren Ursache eine kosmologische Konmstante L > 0 sein soll.
Auch für dieses Phänomen liefert die KZH eine viel einfachere und überzeugendere Erklärung:
 
24