Ein kritischer Vergleich der bisher
zur Erklärung der EE vorgeschlagenen Hypothesen favorisiert m. E.
eindeutig das von Gottfried {7] angebotene Modell, in dem durch Druckabsenkung
im Erdkörper unter Energiefreisetzung eine vorzugsweise chemische
Umwandlung des Erdmaterials in voluminösere Strukturen angestoßen
wird. Die mit zunehmendem Erdradius überproportionale Druckabsenkung
(p ~ r-4 ) könnte diesen Vorgang sogar instabil werden
lassen und - örtlich und zeitlich begrenzt- zu chaotisch verlaufenden
Volumenvergrößerungen führen. Die Frage stellt sich jetzt
nur noch, wodurch eine primordiale Druckabsenkung ausgelöst wurde
bz. immer wieder ausgelöst wird.
Eine Antwort darauf gibt die "Kosmische
Zeit- Hypothese (KZH).
3. Die Kosmische Zeit- Hypothese KZH) als theoretische Begründung für die EE
Die KZH stellt ein neues kosmologisches
Modell vor, das mit der Urknalltheorie weitgehend identisch ist, wenn man
die Entwicklung des Universums durch die Brille der Newtonschen Zeit (
Hier- Jetzt- Zeit betrachtet. Im Gegensatz zur abstrakten, gleichförmig
dahinfließenden Newtonschen Zeit ist der Takt der kosmischen Zeit
an die Expansionsgeschwindigkeit des Universums gekoppelt, d. h. er verlangsamt
sich mit zunehmender Ausdehnung des Weltraums. Die Abweichung der kosmischen
von der Newtonschen Zeit beträgt heute zwar nur 1 Millisekunde pro
Jahr, für die Entwicklungsgeschichte des Universums hat dies aber
einschneidende Konsequenzen: In seiner Eigenzeit (kosmische Zeit) gemessen,
ist das Universum unendlich alt, und der Urknall löst sich auf im
Unendlichen der Vergangenheit.
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