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3.2 Die kosmische (absolute?) Zeit

                (5)

Nach (5) stehen die unsere physikalische Wirklichkeit repräsentierenden Basisgrößen Zeit (t), Raum (R) und Materie (M)
auf verblüffend einfache Weise mit der kosmischen Evolution in Zusammenhang.
Die Existenz einer durch kosmische Vorgänge definierten "absoluten" Zeit wurde erstmals von Ernst Mach, später dann auch noch von anderen Wissenschaftlern in Erwägung gezogen, wie die nachstehenden Zitate zeigen [1], S. 21 ff:
" Wenn durch die Naturgesetze ein Vorgang besonders ausgezeichnet wäre, so könnte man ihn zur Definition eines "absoluten" Zeitmaßes verwenden. .... Mach hat vermutet, dass als Maß für die absolute Zeit die "Entropie des Weltalls" dienen könnte."
Auch J. Barrow äußerte Zweifel am gängigen Zeitbegriff [9], S. 481: " Wie können wir wissen, dass es nicht ein grundlegendes Zeitmaß gibt, das mit dem Weltall insgesamt verknüpft ist?"
Paul Davies wird noch konkreter [2], S. 212: " Kann man nicht die Expansion des Universums selbst als Uhr verwenden?"
Interessant ist, dass Henning Genz sogar die gleiche Lösung wie (5) in Erwägung zieht, indem er die Frage stellt ( allerdings ohne eine fundierte Begründung dafür anzugeben) [6], S. 229:
" Warum dann nicht den ganzen Weg gehen und den Radius des Universums als Zeitparameter wählen?"
Das durch diese Zitate zum Ausdruck gebrachte Unbehagen an der abstrakten Newtonschen Zeit beruht offensichtlich darauf,
dass sich diese jedem Versuch entzieht, als empirisch verifizierbarer Begriff interpretiert zu werden.
Das Beeindruckende an der KZH ist, dass sie eine Zeitmetrik fordert, die an kosmische Vorgänge geknüpft ist, die wir beobachten können, und dass sie sich streng logisch aus der ART ableiten lässt [4]. Der auf die kosmische Zeit- Skala projizierte Urknall löst sich auf in einen zeitlich nicht fokussierten Prozess, d. h. er weicht zurück in unendlich ferne Vergangenheit. Ein Ergebnis , das der Forderung nach einer Modifizierung der Urknalltheorie, die in den letzten Jahren immer wieder erhoben wurde, Nachdruck verleiht [24], S. 25:
" Einsteins Relativitätstheorie, 1915 formuliert, lieferte in den zwanziger Jahren die bis dahin einleuchtendste Erklärung für den Beginn unseres Universums. Einstein zufolge wurde das Universum vor ungefähr 10 bis 20 Milliarden Jahren in einer gigantischen Explosion, dem Urknall, geboren. Doch Einsteins Theorie hat viele Lücken.
Warum explodierte das Universum? Was geschah vor dem Urknall?
Theologen ebenso wie Wissenschaftler sind mittlerweile von der Unvollständigkeit der Urknalltheorie überzeugt,
da sie weder das Entstehen des Urknalls noch den Urknall selbst erklären kann."
Die KZH löst das Problem auf einfache Weise: Es gab keinen Urknall!
Er existiert nur in unserer Vorstellung, weil wir die Zeit als zu starr betrachten.
 
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