Einstein eliminierte einst den Raumäther,
um die Relativitätstheorie widerspruchsfrei formulieren zu können.
Seine radikale Forderung war, dass Lichtwellen zur Fortpflanzung kein Medium
(Äther) benötigen, sondern sich (auch) im absolut leeren Raum
ausbreiten können. Diese Sicht ist heute nicht mehr haltbar, weil
uns die Quantenfeldtheorie lehrt, dass auch das absolute Vakuum noch Energie
enthält [19], S. 319:
" Dies hängt damit zusammen,
dass die sogenannten Nullpunktfluktuationen eines Quantenfeldes niemals
unterbunden werden können... Ein solches Quantenfeld hat außerdem
die interessante Eigenschaft, dass es Lorentz- invariant ist,
also sein Spektralcharakter sich
von allen Inertialsystemen aus gleich ansieht .... Einsteins speziell-
relativistisches
Äquivalenzprinzip scheint
demnach einem solchen Vakuum gegenüber erfüllt zu sein."
Höchst befremdlich ist
nun, dass zwischen der aus der Quantenfeldtheorie ableitbaren und der aufgrund
von Beobachtungen
zulässigen Vakuumenergiedichte
die riesige Diskrepanz von 120 Größenordnungen (= 10 120)
klafft, die von manchen Wissenschaftlern als ein grundlegendes physikalisches
Problem angesehen wird.
Die folgenden Zitate sollen dieses
noch unterstreichen:
[20]: " Die Tatsache, dass wir
unsere Umwelt bis zu den weit entfernten Galaxien überhaupt wahrnehmen
können, setzt also der kosmologischen Konstante und damit der Vakuumenergie
eine obere Grenze: nämlich 120 Größenordnungen kleiner
als nach der sogenannten theoretischen Abschätzung. Diese Diskrepanz
zwischen Quantenfeldtheorie des Vakuums und Kosmologie stellt eines der
großen ungelösten Probleme der modernen Physik dar."
[20]: " Ein noch unbekanntes
Naturgesetz mit einer unglaublichen Feinabstimmung muss dafür sorgen,
dass sich die Energie des Vakuums um 120 Zehnerpotenzen gegenüber
den bisherigen Berechnungen verringert - eine Präzision,
wie sie keine andere physikalische
Theorie kennt."
[19]: " Es bleibt jedoch die
drängende Frage nach dem Absolutwert dieser Energiedichte sowie derjenigen
der anderen Quantenfelder und die Frage nach der Variabilität dieser
Energiedichten bei zeitlich veränderlicher Metrik des Universums.
Nach wie vor gibt es auf diese Fragen nicht einmal die Andeutung einer
Antwort."
[21]: " Wenn wir die Möglichkeit
verwerfen, dass der Wert der kosmologischen Konstante nur zufällig
verschwindend klein sei, so müssen wir tiefgreifende Folgen für
die Physik akzeptieren."
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