Trotzdem überlebte die kosmologische
Konstante in ihrer ursprünglichen mathematischen Formulierung als
Maß für die Vakuumdichte! Dieses formale "Festkleben" an einem
durch Einsteins Notsituation bedingten Ausdruck hat m. E. dazu beigetragen,
dass die Vakuumenergiedichte bis heute als konstante Größe betrachtet
wurde, wofür es eigentlich keinen physikalisch plausiblen Grund gibt.
Erst über den Umweg eines neuen physikalischen Prinzips - der KZH
- gelingt es offensichtlich, die formal "festgefahrene" Situation, in der
sich die Diskussion um die kosmologische Konstante befindet, zu überwinden.
Nach der KZH existiert eine kosmologische
Konstante, wie sie einst von Einstein und später auch von anderen
Wissenschaftlern gefordert wurde, nämlich eine die Expansion des Universums
beschleunigende "fünfte Naturkraft" also nicht!
Die Vakuumenergie liefert lediglich
- genau so wie Materie und Strahlung - einen Beitrag zum Gesamt- Schwerkraftfeld
im Universum. Auch Larry Abbott vertritt diese Auffassung [21], S. 92/93:
" In der Allgemeinen Relativitätstheorie
hat die Energiedichte des Vakuums eine absolute Bedeutung; man kann sie
durch Messung desjenigen Schwerkraftfeldes bestimmen, das nicht durch Materie,
sondern durch das Vakuum selbst erzeugt wird."
3.7 Vereinheitlichung der Naturkräfte
Nach den Vorstellungen der Elementarteilchenphysiker
waren zur Planck- Zeit alle Naturkräfte zu einer einzigen Kraft verschmolzen.
Ein mathematisches Modell für
die Vereinheitlichung aller bekannten Naturkräfte (elektromagnetische,
schwache, starke und gravitative Wechselwirkung) hofft man mittels der
Superstring- Theorie zu finden [24], S. 220:
" Die Superstring- Theorie führt
uns zurück zum Ursprung der Zeit, als alle kosmischen Kräfte
vollständig symmetrisch waren und eine primäre Superkraft darstellten."
Zur Planck- Zeit, als das Universum
etwa 10 -43 Sekunden alt war, fand - der
Superstring- Theorie zufolge - die erste Symmetriebrechung statt, wobei
sich die Gravitation als erste Kraft von den übrigen Naturkräften
trennte.
Durch spätere Symmetriebrechungen
verselbständigten sich dann auch die anderen Naturkräfte ( siehe
Bild 6)
Bild 6: "Einfrieren" der Naturkräfte
durch Symmetriebrechung
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