Der KZH (G ~ t -2/3)
zufolge, müsste der Gravitationsdruck im Erdkörper stetig abnehmen.
Die Konsequenz daraus wäre,
dass sich die Erde im Laufe der
Zeit langsam vergrößert. Schon 1933 stellte O. C. Hilgenberg
[27] in seiner Schrift
" Vom wachsenden Erdball" eine wissenschaftlich
fundierte Hypothese von der Erdexpansion vor. Er zeigte, dass sich die
Kontinente einschließlich der Schelfe und Flachmeere wie ein Puzzle
nahezu lückenlos auf der Oberfläche einer Kugel
zusammenfügen lassen, die ungefähr
halb so groß ist wie die heutige Erde. Dieser faszinierende Befund,
den Klaus Vogel [28]
später mit seinen "Globen-
Modellen" noch eindrucksvoll untermauerte, kann - so glauben viele Wissenschaftler
- keinesfalls
auf purem Zufall beruhen. Leider
konnte Hilgenberg mit seiner "Ätherstrom- Hypothese" keine zufriedenstellende,
von der Wissenschaft anerkannte, physikalische Begründung für
den wachsenden Erdball liefern.
Erst als mehrere Forscher 1),gestützt
auf die Diracsche Hypothese, die Theorie von der Erdexpansion (EE) neu
formulierten, wurde ihr wieder mehr Aufmerksamkeit in der Wissenschaft
geschenkt. Sie erklärt auf elegante Weise mehrere geologische Phänomene:
- Die auffällige Zweiteilung
der Höhenniveaus der Erdoberfläche ( Bild 9 auf S. 26),
- Das globale Netz von Erdspalten,
die als Zerreißspalten infolge der Erdausdehnung gedeutet werden
( Bild 10 auf S. 27),
- Die genaue Passung der Küstenlinien
( Schelfe) von Afrika und Südamerika,
- Die Entstehung von Vulkanismus,
Erdbeben und Gebirgsfaltung infolge Verringerung der Krümmung der
Erdkruste
( Bild 8 auf S. 26).
Heute wird von der Mehrheit der
Wissenschaftler die Plattentektonik (PT) als die allein "richtige" Theorie
anerkannt, welche
die Prozesse, die das Antlitz unserer
Erde geformt haben, erklärt.
Dabei ist die Hypothese der PT längst
nicht über alle Zweifel erhaben, im Gegenteil!
Sie hat gravierende Schwächen,
auf die J. Pfeufer imDetail eingeht [29], D. 15 ff.
Selbst die Anhänger der Plattentektonik
räumen ein [30], S. 38:
" Es gibt eine Reihe geologischer
Phänomene, die von der PT nicht befriedigend erklärt werden."
Wenig überzeugend ist auch
die auf der Basis der PT entwickelte Vorstellung vom sog. "Superkontinentzyklus"
[31], wonach
etwa alle 500 Mio. Jahre sämtliche
auf dem Globus verteilten Kontinente immer wieder zu einer einzigen Landmasse
zusammenfinden.
Die Frage stellt sich hier, wie
diese komplexen Vorgänge mit dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik vereinbar
sind.
Der PT mangelt es ganz offensichtlich
an Evidenz und Eleganz!
1) Carey, Dicke,
Egyed, Heezen, Jordan u. a.
|
|