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3.8 Die Hypothese der Erdexpansion

Der KZH (G ~ t -2/3) zufolge, müsste der Gravitationsdruck im Erdkörper stetig abnehmen. Die Konsequenz daraus wäre,
dass sich die Erde im Laufe der Zeit langsam vergrößert. Schon 1933 stellte O. C. Hilgenberg [27] in seiner Schrift
" Vom wachsenden Erdball" eine wissenschaftlich fundierte Hypothese von der Erdexpansion vor. Er zeigte, dass sich die Kontinente einschließlich der Schelfe und Flachmeere wie ein Puzzle nahezu lückenlos auf der Oberfläche einer Kugel
zusammenfügen lassen, die ungefähr halb so groß ist wie die heutige Erde. Dieser faszinierende Befund, den Klaus Vogel [28]
später mit seinen "Globen- Modellen" noch eindrucksvoll untermauerte, kann - so glauben viele Wissenschaftler - keinesfalls
auf purem Zufall beruhen. Leider konnte Hilgenberg mit seiner "Ätherstrom- Hypothese" keine zufriedenstellende, von der Wissenschaft anerkannte, physikalische Begründung für den wachsenden Erdball liefern.
Erst als mehrere Forscher 1),gestützt auf die Diracsche Hypothese, die Theorie von der Erdexpansion (EE) neu formulierten, wurde ihr wieder mehr Aufmerksamkeit in der Wissenschaft geschenkt. Sie erklärt auf elegante Weise mehrere geologische Phänomene:
- Die auffällige Zweiteilung der Höhenniveaus der Erdoberfläche ( Bild 9 auf S. 26),
- Das globale Netz von Erdspalten, die als Zerreißspalten infolge der Erdausdehnung gedeutet werden ( Bild 10 auf S. 27),
- Die genaue Passung der Küstenlinien ( Schelfe) von Afrika und Südamerika,
- Die Entstehung von Vulkanismus, Erdbeben und Gebirgsfaltung infolge Verringerung der Krümmung der Erdkruste
( Bild 8 auf S. 26).
Heute wird von der Mehrheit der Wissenschaftler die Plattentektonik (PT) als die allein "richtige" Theorie anerkannt, welche
die Prozesse, die das Antlitz unserer Erde geformt haben, erklärt.
Dabei ist die Hypothese der PT längst nicht über alle Zweifel erhaben, im Gegenteil!
Sie hat gravierende Schwächen, auf die J. Pfeufer imDetail eingeht [29], D. 15 ff.
Selbst die Anhänger der Plattentektonik räumen ein [30], S. 38:
" Es gibt eine Reihe geologischer Phänomene, die von der PT nicht befriedigend erklärt werden."
Wenig überzeugend ist auch die auf der Basis der PT entwickelte Vorstellung vom sog. "Superkontinentzyklus" [31], wonach
etwa alle 500 Mio. Jahre sämtliche auf dem Globus verteilten Kontinente immer wieder zu einer einzigen Landmasse zusammenfinden.
Die Frage stellt sich hier, wie diese komplexen Vorgänge mit dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik vereinbar sind.
Der PT mangelt es ganz offensichtlich an Evidenz und Eleganz!
1) Carey, Dicke, Egyed, Heezen, Jordan u. a.
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