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Die das flache Universum stabilisierende kontinuierliche Neubildung von Materie ist auch aus rein theoretischen Gründen
der spontanen Materieentstehung kurz nach dem Urknall vorzuziehen. Das Urknall- Universum hätte nämlich, wenn man die
Zeit zurückverfolgt, irgendwann in seinem eigenen Schwarzschild- Radius gefangen sein müssen, aus dem kein Entrinnen möglich gewesen wäre [23]. Das von uns beobachtete Universum dürfte also, wenn die Urknalltheorie in der heutigen Form richtig wäre, überhaupt nicht existieren!
Gestützt wird die These von der fortgesetzten Erschaffung ( continuous creation) von Materie auch durch die in den letzten Jahren beobachteten, außerordentlich lichtschwachen, zahlreichen Galaxien mit z. T. gigantischen Ausmaßen [36], S. 62:
„Während der letzten Jahre haben Astronomen mehr als tausend diffuse Sternsysteme entdeckt, die kaum heller erscheinen als der Hintergrund des Nachthimmels. Diese schummrigen Objekte, die einem zuvor unbekannten Galaxientyp angehören, liefern neue Erkenntnisse darüber, wie Masse im Universum verteilt ist und wie Galaxien sich entwickeln.“
Man deutet diese sogenannten LSB- Galaxien, die dadurch auffallen, dass sie sehr viel Gas und nur wenig schwere Elemente enthalten, als die am wenigsten entwickelten Objekte im Universum, die sich im Laufe der Jahrmilliarden nach dem Urknall kaum verändert haben [35], S. 67. Diese Interpretation ist schon deshalb äußerst unbefriedigend, weil sie völlig andere Sternentstehungs- und Materieverdichtungsprozesse voraussetzt, als sie sonst im Universum beobachtet werden. Viel plausibler wäre die mit der KZH übereinstimmende Erklärung, dass diese düsteren Gebilde im Kosmos gerade im Begriff sind, neu zu entstehen, d. h. entsprechend der Beziehung M ~ t 2/3 Materie zu bilden, die erst in Jahrmilliarden die Leuchtkraft normaler Galaxien erreichen wird.

4.2 Das flache Universum

In Abschnitt 3.5.3 wurde bereits dargelegt, dass die KZH – im Gegensatz zur heutigen Lehrmeinung – ein flaches Universum (Bild 1, Grenzfall III) als stabilen Zustand fordert. Die Tatsache, dass wir selbst mit den leistungsfähigsten Teleskopen bis zu großen Entfernungen nicht die geringsten  „Verbiegungen“ der Raumzeit wahrnehmen, beweist eindeutig, dass das Universum großräumig euklidisch (flach) sein muss. Dieses belegen auch die von dem Forschungssatelliten COBE entdeckten Kräuselungen der Hintergrundstrahlung, die keinerlei Verzerrungen in irgendeiner Richtung aufweisen [2], S. 181. Der experimentelle Nachweis, dass wir heute, 15 Mrd. Jahre nach dem Urknall, immer noch in einem flachen Universum leben, gehört m. E. zu den überzeugendsten Indizienbeweisen für die Richtigkeit der KZH!
 
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