Aufgrund von Messungen des Hubble-
Weltraumteleskops gibt es an der Grenze des beobachtbaren Universums mindestens
zehnmal so viele lichtschwache Galaxien wie in unserem kosmischen Umfeld
[36]: „Im frühen Universum wimmelte es nur so von überdurchschnittlich
blauen Galaxien mit auffallend starken Emissionslinien. Daraus lässt
sich schließen, dass sie viel schneller Sterne bildeten als heutige
Galaxien, denn nur eine umfangreiche Population sehr heißer Sterne
vermag das Gas innerhalb des Systems so stark zum Leuchten anzuregen. Solch
heiße Sterne existieren nur für die relativ kurze Dauer von
einigen Millionen Jahren, müssen also damalq unablässig neu gebildet
worden sein." Diese, aus der Beobachtung sich ergebende, hohe Sternentstehungsrate
im frühen Universum würde mit der KZH, die ebenfalls in der Vergangenheit
eine größere Materieentstehungsrate fordert als heute (M ~ t
2/3,
~ t –1/3 ) im Einklang stehen. Auch die
aus heutiger Sicht kurze Lebensdauer der Sterne im frühen Universum
würde der KZH entgegenkommen, weil damals die Eigenzeit t
(kosmische
Zeit) gegenüber der Jetztzeit gedehnt war (Dt/Dt
~ t –1/3).
4.4 Diskrepanz zwischen Entfernung und Rotverschiebung von Ia- Supernovae in fernen Galaxien
Unter dem Titel „Revolution in der
Kosmologie“ wurde kürzlich ein etwas skurriles Bild von der Entwicklung
der Universums vorgestellt, welches auf einer Vermessung der Raumzeit mittels
sogenannter Ia- Supernovae basiert [39], S. 38 ff:
„Der Befund: Das Universum expandierte
vor einigen Jahrmilliarden langsamer als heute. Die Expansion nimmt folglich
zu – entgegen der bisherigen Annahme.
Die Beobachtung: Den entscheidenden
Hinweis auf die erhöhte Expansionsrate des Kosmos liefern
Supernovae in fernen Galaxien, deren beobachtete Maximalhelligkeit ein
Maß für ihre Entfernung ist.“
Demnach müssten die beobachteten
Supernovae weiter entfernt sein als es ihre Rotverschiebungen nahe legen
bzw. geringere Rotverschiebungen haben als ihrer Entfernung entspricht.
Die Kosmologen schlossen daraus auf eine beschleunigte Expansion des Universums,
deren Ursache eine kosmologische Konstante L
> 0 sein soll.
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