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Bezeichnend für die KZH ist , dass sie nur auf Voraussetzungen aufbaut, die wissenschaftlich so gut abgesichert sind, dass sie auch von den meisten konservativen Physikern nicht in Frage gestellt werden.
Trotz ihres konservativ- naturwissenschaftlichen Ursprungs muss man der KZH aber auch eine der Ratio nicht zugängliche Komponente zubilligen, wenn man sie in ihren substanziellen Aussagen verstehen will 1). Neu an der KZH ist (u.a), dass sie die einzelnen Grundgrößen der Physik so miteinander verknüpft, dass wir von „Naturkonstanten“ im herkömmlichen (abstrakten) Sinn nicht mehr sprechen können. Alle Größen sind über den Parameter Zeit symbiotisch miteinander vernetzt. Auch der Takt der Zeit selbst verändert sich mit der Zeit, wenn wir ihn am Maßstab der uns geläufigen Newtonschen Zeit messen.

 Sicherlich wird es schwierig sein, die KZH experimentell absolut zweifelsfrei zu bestätigen, da dieses extreme und langzeitstabile Messgenauigkeiten verlangt, die derzeit kaum realisiert werden können. Ihre Legitimation bezieht sie vorläufig daraus, dass sie einige grundlegende Probleme der Physik und Kosmologie lösen kann, wozu die etablierten Theorien nicht in der Lage sind, und dass sie uns eine Vorstellung von der Evolution des Universums vermittelt, die durch neueste Beobachtungsdaten der Astrophysiker auf beeindruckende Weise gestützt wird.
Die KZH ist nicht mehr, aber auch nicht weniger als ein theoretisches Modell, welches geeignet ist, zumindest einen Teil der Wirklichkeit zutreffender zu beschreiben, als es bisher möglich war.

1) Dieses gilt übrigens auch für die Newtonschen Gravitationsgesetze!
Niemand kann bis jetzt die Gravitation erklären, d. h. eine Begründung dafür liefern, warum sich 2 Massen gegenseitig anziehen.
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