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Ohne eine allumfassende Vorstellung von der Zeit ist es logischerweise unmöglich, alle Naturphänomene, die wir beobachten- vor allem die "Langzeitvorgänge" im Universum- richtig zu verstehen. Man könnte auch anders argumentieren:
Der Weg zu einem besseren Zeitverständnis muss zwangsläufig über die Kosmologie führen, weil nur sie uns ausreichend
große Raum- Zeit- Dimensionen eröffnet, die notwendig sind, um die Messungen, die wir für die Definition eines "kosmischen Zeitbegriffs" benötigen, überhaupt durchführen zu können. Zwar dürften die Messmittel, welche die modene, satellitenunterstützte Sensortechnik zur Verfügung stellt, dafür ausreichen, aber bevor wir wissen können, was wir beobachten sollen, brauchen wir ein theoretisches Modell, welches uns die entsprechenden Hinweise gibt.
Oder, wie Einstein es drastischer formulierte [3], S. 96/97:" Erst die Theorie entscheidet darüber, was man beobachten kann".
In [4] wird ein dafür geeignetes theoretisches Modell vorgestellt und mit den neuesten Erkenntnissen der Kosmologie und Elementarteilchenphysik konfrontiert. Dabei zeigt sich, dass der Weg, der uns ein umfassenderes Zeitverständnis vermittelt, nur über die Allgemeine Relativitätstheorie (ART) führen kann.

2. Ein alternatives Weltmodell- Präsentation der Ergebnisse

Die weiteren Ausführungen stützen sich auf Axiome, die von der Wissenschaft heute mehrheitlich anerkannt sind:
- Axiom 1: Die Lichtgeschwindigkeit ist eine universelle Naturkonstante
- Axiom 2: Die Gesetze der ART gelten für das gesamte Universum
- Axiom 3: Das Universum spannt, über große Distanzen gemittelt, einen flachen ( euklidischen) Raum auf
- Axiom 4: Das Universum expandiert mit Lichtgeschwindigkeit.
Es sei hier vorweggenommen, dass die "kosmische Zeit" das Ergebnis der Auflösung des Paradoxons ist, welches sich aus den Axiomen 1 und 4 im Kontext mit der ART ergibt [4].
Aus den Feldgleichungen der ART hat Einstein für ein flaches expandierendes Universum ( Einstein- de Sitter- Universum)
 die Beziehung abgeleitet [5]. S. 107 ff ( Bild 1, Grenzfall III)
        (1)
(= Kopplungskonstante der Feldgleichungen der ART, r = mittlere Massendichte des Universums,
h = H/c = 1/t H c = 1/R = Hubble- Expansion)
 
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